Millimu reist um die Welt (4): Griechenland

Millimu weiß genau, wie Käse selbst gemacht wird. Sie macht das fast jeden Tag. Denn Käse selber machen ist kinderleicht – oder in ihrem Fall vielleicht eher tierisch einfach. Und weil Millimu von Geburt an sehr, sehr neugierig ist, hat sie den großen Wunsch, einmal um die ganze Welt zu reisen. Begonnen hat die Tour in unserem Nachbarland Österreich, über Südtirol und die italienische Adriaküste ging es weiter nach Griechenland. Aber lest selbst…

 

„Hier hat also damals in der Antike alles angefangen. In Olympia. Wo heute nur noch Bruchstücke von Säulen stehen, haben sich früher die Athleten gemessen. Schon ganz schön beeindruckend, wenn man bedenkt, was für eine historische Stätte das hier ist. Das wollte ich doch unbedingt mal sehen, jetzt wo die Olympischen Spiele doch gerade wieder so aktuell sind. Muuuuuuh!

 

Ja, mich hat es in den vergangenen beiden Wochen noch weiter in den Süden gezogen. Dorthin, wo die meiste Zeit die Sonne scheint. Nach Griechenland. Die Anreise war ganz schön beschwerlich, aber die Reisestrapazen haben sich gelohnt. Mit dem Schiff bin ich übergesetzt. Mit so einem ganz großen Kreuzer. Von Venedig aus nach Katakolon. Das ist nämlich der Kreuzfahrthafen von Olympia. Mensch, die haben ganz schön geschaut, als ich über das oberste Deck spaziert bin. Muuuuuh!

 

Jetzt bin ich also angekommen. Auch in dieser Region dreht sich vieles um Käse. Mit Griechenland verbinden die meisten wohl Feta. Dabei gibt es in diesem Land über 100 verschiedene Käsesorten. Die Griechen sind sogar Europameister. Sie essen so viel Käse wie kein anderes Land unseres Kontinents. Über 30 Kilo isst jeder Grieche im Schnitt pro Jahr. Wahnsinn, oder?! Und wisst Ihr was: Kuhmilch-Käse spielt fast gar keine Rolle. Das liegt daran, dass in weiten Teilen der Landschaft hier eine intensive Milchviehhaltung nicht möglich ist. Schafe und Ziegen vertragen das warme Mittelmeerklima und die verkarstete Landschaft eben viel besser als meine Freunde und ich. Wunderschön ist es hier trotzdem. Muuuuuh!

 

Übrigens kann man diesen Frischkäse nach Fetaart auch ganz einfach selbst machen. Mit dem Käse selber machen - Starter Set von kaese-selber.de. Und sogar mit Kuhmilch. Dafür stehe ich mit meinem Namen. Drei Liter Frischmilch braucht Ihr dafür und am Ende werden knapp 300 Gramm Käse daraus. Die Milch gebt Ihr in einen Topf und wärmt sie auf 37 Grad. Das ist übrigens exakt die normale Körpertemperatur eines Menschen. Bei 25 Grad gebt Ihr zunächst einen viertel Teelöffel ME Kultur dazu und etwa 25 Tropfen Calciumchlorid. Das Calcium dabei in ein Glas tropfen lassen und mit der zehnfachen Menge kaltem Wasser verdünnen. Sind die 37 Grad dann erreicht, ist das Lab an der Reihe. Auch hier werden die 25 Tropfen Lab in einem Glas mit der zehnfachen Menge kaltem Wasser verdünnt und anschließend der Milch zugegeben. Und dann heißt es Ruhe! Die Milch muss sofort stillgelegt werden und darf bis zum Schneiden nicht erschüttert werden. Das dauert etwa 30 Minuten. Dann folgen der erste und der zweite Schnitt – bis die Bruchkörner etwa so groß sind wie eine Haselnuss. 

 

Eineinhalb Stunden später wird das Bruch-Molkegemisch mit einem Schöpflöffel in die Form gefüllt und gepresst, in regelmäßigen Abständen vier Mal gewendet, mit Salz eingerieben und im besten Fall einen Tag später auch noch mit etwas Salz, Öl und Kräutern verfeinert.

Das genaue Rezept, die Zutaten und die Utensilien, die Ihr dazu braucht, gibt es in unserem Online-Shop.

 

Viel Spaß beim Nachmachen. Lasst es Euch schmecken! Ich mache mich jetzt weiter auf die Reise. Mal sehen, wo es mich als nächstes hintreibt. Muuuuuuh!“

 

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