Unbehandelte Milchprodukte

Zu den unbehandelten Milchprodukten zählen die Rohmilch und die Vorzugsmilch. Die meisten Verbraucher wissen unbehandelte Milchprodukte aufgrund des guten Geschmacks zu schätzen. Darüber hinaus sind darin noch alle wertvollen Mineralien und Vitamine enthalten. Aber was ist der Unterschied zwischen der Rohmilch und der Vorzugsmilch?

 

Die Vorzugsmilch ist eine Variante der Rohmilch und ebenso wie die Rohmilch unbehandelt. Rohmilch wird nicht durch ein Wärmeverfahren behandelt. Die Milch wird nur gefiltert und im Anschluss gekühlt. Aus diesem Grund sollte sie vor dem Verzehr abgekocht werden, um eventuelle Keime abtöten zu können. Rohmilch ist nur direkt beim Bauern erhältlich.

 

Die Vorzugsmilch wird vom Bauern oder von der Molkerei gefiltert, sofort abgepackt und gekühlt. Ebenso wie die Rohmilch darf die Vorzugsmilch nicht pasteurisiert, ultrahocherhitzt oder homogenisiert werden. Das bietet den Vorteil, dass die unbehandelten Milchprodukte alle natürlichen Inhaltsstoffe der Milch wie die Vitamine enthalten. Darüber hinaus bleibt auch der natürliche Fettgehalt in der Milch enthalten.

 

Die Vorzugsmilch ist im Gegensatz zur herkömmlichen Rohmilch eine amtlich überwachte Rohmilch. Diese wird auch im Handel angeboten und darf nur verpackt verkauft werden. Beim Bauern hingegen ist es möglich zum Beispiel eine eigene Milchkanne füllen zu lassen. Die Vorzugsmilch muss vor dem Verzehr abgekocht werden.

 

Unbehandelte Milchprodukte müssen innerhalb von 24 Stunden nach der Gewinnung an den Verbraucher abgegeben werden und spätestens innerhalb von 96 Stunden nach der Gewinnung aufgebraucht werden.

 

Alle unbehandelten Milchprodukte sind für bestimmte Gruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem nicht geeignet.

Vor dem Verzehr sollte die Milch unbedingt abgekocht werden, damit eventuelle EHEC-Viren abgetötet werden. Beim EHEC-Virus handelt es sich um ein Darmbakterium, das zu starken Durchfällen, Unterleibskrämpfen und unter Umständen auch zu blutigen Darmgeschwüren führen kann. Um das zu vermeiden, muss die Milch bei mindestens 68 Grad für 10 Minuten erhitzt werden.